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  • Ursula Mag.a Wilms-Hoffmann

Liebe, Intimität und Sexualität in Zeiten von Covid-19

Aktualisiert: Apr 25

Mit dem neuen Virus und den Ausgangsbeschränkungen hat sich für nahezu alle Menschen der Alltag stark verändert. Bislang ist wenig bekannt darüber, wie Menschen ihre Freundschafts-, Familien- und Liebesbeziehungen, Intimität und Sexualität in Zeiten der Pandemie leben und erleben. In sozialen Medien kursieren vereinzelt Spekulationen über die Folgen der Ausgangsbeschränkungen für das Beziehungsleben: von neuen nachbarschaftlichen Solidaritätsgefühlen, Baby-Boom, Cybersex, bis zu einem Anstieg des Pornokonsums und der Scheidungsrate reichen die anekdotischen Prognosen. 


Aufgrund der aktuellen Situation, durch das Vermeiden von persönlichen Treffen, aber beispielsweise auch durch mehr Home-Office, Home-Schooling, Arbeitslosigkeit oder vermehrter Freizeit ist es in manchen Beziehungen zurzeit so, dass man sich viel näher ist und deutlich mehr Zeit miteinander verbringt. Vielleicht habt ihr euch sogar spontan dazu entschieden, bei der Partner*in einzuziehen, zumindest vorübergehend.

In anderen Beziehungen ist es hingegen so, dass man sich gerade nicht mehr so nah sein kann, oder will, wie sonst, etwa weil ihr bewusst auf den Besuch bei der Partner*in verzichtet, um Risiken einer Ansteckung zu vermeiden. Und bestimmte Beziehungsformen sind nochmal ganz anders herausgefordert – etwa wenn man eine Beziehung mit mehr als einer Person führt. Und auch für Singles ändert sich gerade einiges, zum Beispiel weil sich auch Sex in Zeiten von Corona ändert.

Fast alle stehen im Moment vor neuen Herausforderungen. Aber genau das kann auch positiv gesehen werden, denn so zeigen sich Solidarität und Mitgefühl. Man mag zwar unterschiedliche Lösungen finden, wie man mit der eigenen Beziehung in Zeiten von Covid-19 umgeht – das Verständnis für andere wird dabei aber auch gestärkt. Und vielleicht nützt der Gedanke, dass fast alle im Moment herausgefordert sind, auch ein wenig, um mit der Situation und möglichen Belastungen gut umzugehen.


Was fast immer hilft: Ein offenes Gespräch


Beziehungen in Zeiten von Covid-19 sind aus ganz unterschiedlichen Gründen herausgefordert. Damit der Stress aber nicht zu groß wird, hilft es meistens, wenn man offen und ehrlich miteinander darüber spricht. Dabei sollte man jedoch auf die richtige Stimmung achten. Und damit ein solches Gespräch nicht in einem Streit mündet, gebe ich dir hier ein paar Tipps:


  • Formuliere deine Anliegen so gut es geht aus der Ich-Perspektive. So unterstellst du deinem Gegenüber nichts und machst deutlich, wie du die Situation für dich wahrnimmst.

  • Vermeide Vorwürfe, denn sie verletzen und führen oft dazu, dass sich das Gegenüber verteidigt. So können jedoch keine sinnvollen Lösungen gefunden werden. Wünsche hingegen kann man als solche offen und ehrlich darlegen.

  • Höre deinem Gegenüber aktiv zu und erteile ihr* oder ihm* keine ungewollten Ratschläge. Lösungen für Probleme können am besten miteinander gefunden werden.


Und wenn das auch nicht wirklich hilft, such dir professionelle Unterstützung, gerne im Einzelgespräch oder in einer Paarberatung.

Ich biete ab jetzt wieder face to face Beratungen und Coachings an. Gerne auch via Zoom, Skype, Mail und Telefon und für bewegungsfreudige gibt es Outdoor Coaching!

Zögere nicht dich zu melden!

Alles Liebe, Ursula






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