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  • Ursula Mag.a Wilms-Hoffmann

Sexpositive Familie, was ist das?

Aktualisiert: Juni 29


Das sexuell positive Prinzip ist eine Bewegung, die versucht, kulturelle Einstellungen und Normen in Bezug auf die Sexualität zu ändern. Es geht darum seine eigene und die Sexualität anderer wertfrei zu betrachten und sich damit auseinanderzusetzen. Weder sich noch andere für das zu verurteilen, was sexuell erregt oder wie man seine eigene Persönlichkeit und den eigenen Körper spürt und empfindet. Und es bedeutet, Grenzen anderer zu respektieren, Sex zu zelebrieren und dies ausschließlich in beiderseitigem Einvernehmen. Also im Konzens.


Kinder* und Jugendliche* werden zum Thema Sexualität mit Informationen geradezu überschwemmt. Dem Bedürfnis nach authentischer und ehrlicher Information entspricht in fataler Weise den medialen Aufarbeitungen in Sex- und Pornofilmen und im Internet. Fachbücher oder Vorträge zum Thema, die die Aufklärung aus diversen Medien und dem Freundeskreis nicht berücksichtigen, können oftmals nur wenig Anklang finden, wenn sie keinen direkten Bezug auf die bereits bestehende Desinformation und dem Bedürfnis nach Aktualität nehmen. Sexualität ist und bleibt ein emotionales Thema. Sexualität beinhaltet Sehnsüchte, Wünsche, Fantasien, Lust, Respekt, und vieles mehr. Kinder*, Jugendliche*und junge Erwachsene befinden sich in einem sexuellen Entwicklungsstadium, in dem sie mit all diesen sexuellen Wahrnehmungen in einer neuen Form ausgesetzt werden.


Das Ausklammern der emotionalen Komponente von Wunsch, Fantasie und dem Bedürfnis, sexuell erwachsen und selbstbestimmt zu sein, verhindert oft einen offenen Dialog zwischen Erwachsenen/Eltern*/Pädagog*innen und Jugendlichen* zum Thema Sexualität.


Nun, was kann man als Eltern*teil tun um seine Kinder sexpositiv zu erziehen und was ist der Vorteil daran?


Die Veränderungen während der Pubertät sind um einiges leichter zu verstehen, wenn genügend Basiswissen vorhanden ist, wenn Kinder* wissen was sie erwartet, an körperlichen und emotionalen Prozessen.

Um hier eine gesunde Grundlage zu schaffen ist einiges möglich. Fragen beantworten, Bücher vor zu lesen, die Geschlechtsteile korrekt zu bezeichnen und nicht mit "da unten". Generell ist es eine Haltungsthematik:

Wie stehe ich Selbst zum Thema Sexualität?

Wie wurde ich diesbezüglich erzogen und aufgeklärt?

Fühle ich mich unwohl mit dem Thema?

Oder schäme ich mich darüber zu sprechen?

Oder die Angst etwas Falsches zu sagen oder zu tun.


Hier kann es gerade für Eltern* sehr hilfreich sein, sich professionelle Unterstützung von Sexualpädagog*innen zu holen. Sei es in Form eines Workshops oder einer Beratung.

Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, zögere bitte nicht mich zu kontaktieren um der sexpositive Eltern*teil zu sein den dein Kind braucht.


Und vor allem, dass es beim Thema Sexualität um Freude und Genuss geht und nicht das es gar gefährlich oder ekelhaft zu sein hat. Mit dieser Einstellung setzt man auch gleichzeitig einen Präventionsaspekt in punkto Übergriffe und sexualisierte Gewalt. Denn wenn ein Kind oder Jugendliche*r weiß und wahrnimmt was es mag, wo es gerne berührt wird und wo nicht, ist es die gesunde Basis die es dringend benötigt um selbstbestimmt und sexpositiv durchs Leben zu gehen.



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